Beim Auswärtsspiel gegen den SV Schaffhausen ging es zum ersten Mal so richtig heiss zu und her. Nicht wegen dem Temperament der Spielerinnen, sondern der lang vermisste Sommer war da. Dementsprechend litten die Mädels unter den ungewohnten klimatischen Bedingungen. Unbarmherzig schien die Sonne auf den Platz runter und sorgte für rote Köpfe in beiden Teams.

Auch der Trainer von Zürich City hatte einen roten Kopf, aber nur bedingt wegen des Wetters, vielmehr wegen des Spielverlaufs. Die Juniorinnen von City spielten wieder ausgezeichnet als Team und die Pässe im Sturm gingen im Tiki-Taka-Stil zwischen den Spielerinnen hin und her, aber beim Abschluss haperte es massiv.

Die ersten fünf Minuten dominierten wir das Spiel und kamen bereits zu den ersten Torchancen. Dann wachten die Schaffhauserinnen auf und die zweiten fünf Minuten dominierte die Gastmannschaft und hatte auch ihre Chancen. Das Spiel wurde in einer hohen Kadenz gespielt, wobei man sich bei City einfach wünschte, dass der Ball vor dem Tor auch mal in Richtung Tor geschossen würde. Das Tiki-Taka war zwar schön, aber irgendwie war es als wollten die Juniorinnen eine heisse Kartoffel einfach weiterreichen… Wir dominierten die erste Spielhälfte und hätten eigentlich 0:3 führen sollen. Und das ist nicht ein Schönreden der Leistung, sondern die Aussage des Trainers des SV Schaffhausen. Aber in der bitteren Realität gingen wir mit einem 1:0 Rückstand in die Pause. Wer die Tore nicht schiesst, der kassiert sie. Das ist eine bekannte Weisheit im Sport.

In der zweiten Halbzeit verbesserten die City Frauen ihren Abschluss und kamen so zu weiteren Chancen. Jedoch war auch ganz klar zu sehen, dass die Juniorinnen körperlich ihren Gegenspielerinnen unterlegen war. Oft wurden unsere Spielerinnen im Infight einfach zur Seite gestossen. Da muss sicherlich im Training noch daran gearbeitet werden.

Im letzten Drittel der Spielzeit passierte es dann: Unsere Torfrau Arsic hechtet zu einem Ball und knallte so unglücklich auf der Schulter, dass sie das Spiel nicht mehr weiterführen konnte. So musste eine unserer Feldspielerinnen ins Tor. Unsere Mannschaft kämpfe weiter und Arsic dirigierte sogar hinter dem Tor die Ersatz-Torfrau, jedoch waren wir nun klar im Tor geschwächt.

Der Schlussstand von 3:1 für Schaffhausen zeigt jedoch nicht die Leistung und das Potential unserer Mannschaft. Wie schon geschrieben, hätten wir in der ersten Halbzeit hoch führen müssen und hätten dadurch wahrscheinlich auch in der zweiten Halbzeit anders gespielt. Hätte, wäre, wenn… Die Saison ist bald vorbei und das Team hat eine gute Basis für die nächste Saison. Vor allem seit dem Wechsel zu Zürich City, wo man die Juniorenarbeit als sehr wichtig einstuft, gibt es die notwendige Unterstützung für das Team und Staff. Positiv ist auch die Entwarnung wegen der Verletzung der Torfrau: Es ist nichts gebrochen, «nur» gezerrt und geprellt. Schmerzhaft war es aber trotzdem. Wir wünschen Arsic gute Besserung!