Wisuntwangas war heute das Ziel meiner Reise, einer ganz besonderen, aber dazu später mehr. Also nochmals, Wisunt-was…  Liebe LeserInnen, das wisst ihr nicht…?  Das war mal der Name von Wiesendangen, unserem heutigen Spielort. Abgeleitet aus dem Germanischen > Die Weide der Wisente. Fertig Unterricht, wir sind zum spielen hier.

Mein Besuch im „Hinterwinterthur“ startete natürlich mit einem Kaffe, in der wohl extra für unsere Begleiter vorbereiteten Gartenlounge. Dann mein Stichwort am Telefon…  „Kannst du Tina einschiessen“ – also sofort mittendrin statt nur dabei.

Ach so, das Spiel…   startete gemütlich und plätscherte so hin, bis in der 7. Minute alle wach waren, zumindest bei City. Der Lattenknaller „like Wembley“ des Heimteams erinnerte wohl jeden an den Auftrag ein Spiel zu spielen. Tatsächlich wurde die tiefe Qualität besser, also beim Gegner… City sehr konfus unterwegs…

Nach 20 Minuten kamen wir zum ersten Mal gefährlich vors Tor und das „Duo Infernale Jaileen“, also Janina und Aileen, kombinierten schnell und daneben. Gleich eine Minute später nur noch Aileen.

Die Erste überlaufen, die Zweite umgehauen, zimmerte sie den Ball der Torspielerin knapp über dem Kopf unter die Latte. Nicht gerade dem Spielverlauf entsprechend, lagen wir in Führung und nahmen das 0:1 in das Scoreboard. Keine sechs Minuten später ein Handspiel in unserem Strafraum und Penalty zum Ausgleich. Gerecht, aber dennoch ärgerlich.

Kurze Pause, kurze Anweisungen und weiter geht’s, keine Zeit wir wollen Leistung.

Die kam dann auch ziemlich schnell, aber für die roten auf dem Platz. City gedanklich noch beim Pausentee und Wisi im Schnelldurchgang. Päääämmm 2:1. Immer noch gerecht, aber…

Zu Beginn hab‘ ich ja geschrieben, die Reise war etwas Besonderes. Als Leiter Juniorinnen habe ich heute einigen Spielerinnen aus unserem Nachwuchsteam gewissermassen aufgezeigt, dass Fussball eine Sprache spricht, welche auch im Leaderteam die Gleiche ist. Die neuerdings grandiose Zusammenarbeit in den Teams führte zum schönsten Tor des Tages. Isa „typical 6“ mit kurzem Ableger auf Janina „the train“ mit Abschluss zum 2:2. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.   Gänse..ähhh Hühnerhaut.

Ich muss euch ja nicht wirklich erklären, dass ich gerade auf dem Sofa liege und diesen Bericht schreibe, aber an die folgenden 30 Minuten des Spiels kann ich mich jetzt schon nicht mehr erinnern. Langweilich… Dann Janina „irgendöppiscleversmuessichjetztnomache“ mit dem Diebstahl im Mittelfeld, der Speedy Gonzalez Drehung und dem Inter-„CITY“ Richtung Tor…   sie ….  sie…. sie trifft zum 2:3 in der 84′. Unser Team liegt zum ersten Mal in Führung und wir müssen ja nur 10 Minuten überleben…   Besser hätt ich 11 gesagt. Hier (95′) kam nämlich der Ausgleich zum 3:3… 🙁

Heute bin ich erstaunlicherweise mal nicht einverstanden mit den Schlussworten des Trainers, was nicht immer zwingend ein Widerspruch ist.

Mir hat das Spiel gar nicht gefallen. City kann und muss mehr, das waren die Worte, welche ich in den Gesichtern der Spielerinnen gelesen habe. Als Spieler wäre ich keineswegs zufrieden. Im Tennis sagt man „unforced Errors“, was so viel bedeutet wie; unerzwungene Fehler, also Fehlpässe ohne gegnerischen Druck und davon hatten wir reeeeeiiiiichliiiiich.

Als Leiter Juniorinnen will ich heute Held sein und bringe Menschen zusammen, lerne Neue kennen und lebe mein Hobby mit ihnen.

Persönlichen Dank für euren Besuch und/oder das Lesen dieser Zeilen. Bis bald.

Ladies of the Match (für mich)

– Sofia             She came especially from Portland USA just to watch our game … 🙂

– Rim H.          Inspiration pur.  Wer so hart arbeitet, sollte auch speziell erwähnt werden.

– Aileen           Könnten wir deine Power verkaufen, würde Elon Milliarden bezahlen.